N = 51.140°

        b = 51° 08' 24''

E  = 06.748°

        l  = 06° 44' 53''

Loc = JO31ID

       Loc = JO31ID

Es war df4dq, der mittlerweile verstorbene Kollege Fritz, der mich 1976 auf den Weg zum Amateurfunk brachte: ich hatte nur seine QSO - tätigkeit beim Relaisfunk auf 2 m beobachtet....und war fasziniert.  Durch meine Zeit bei der Bundeswehr hatte ich bei den Funkern dort eine "Knochenausbildung" im Fach Morsen erhalten; d.h. ich konnte zwar recht gut morsen, aber über Amateur-Funk (HAM - Radio) wußte ich rein gar nichts. Nach einem Kursus bei Günter Krieger(dl4js) - mittlerweile verstorben- und Willy Werbrouk (dj3eb) beim OV R01 des DARC in Düsseldorf konnte ich  Anhieb meine Kurzwellenlizenz machen. Eine zusätzliche Absicherung zum Bestehen der Prüfung hatte ich mir durch ein Fernstudium an der FERNSCHULE BREMEN ermöglicht. Und so erhielt ich im am 28.09.77 nach bestandenen Prüfung in Düsseldorf die Urkunde der Deutschen Bundespost mit der Zuteilung meines Rufzeichens df2jb für die damalige Klasse A. Da ich  natürlich eine Funkstation benötigte, besorgte ich mir das notwendige Equipment bei der Firma "Richter & Co." auf der Klosterstrasse in Düsseldorf; Mitinhaber war damals Hans-Günter Fessel- dj3kf (Hage)....und da lernte ich dann seine Tochter, meine XYL Sigrid - dh2eaq - kennen, die damals das Call db4jw besaß und in dem Geschäft eine verantwortungsvolle Stelle innehatte. Wir heirateten 1979: und aus dieser Verbindung sind drei Kinder hervorgegangen, die leider kein Interesse am Amateurfunk haben...jedenfalls bisher nicht. Wie man sieht, kann Amateurfunk sogar noch weit über die "Völkerverständigung" hinausgehen, :-). Mein Schwerpunkt bei der Ausübung des Hobbies war von Anfang an die Kurzwelle. Sicher habe ich auch vieles andere ausprobiert, z.B. Packet Radio, Satellitenbetrieb über Oscar, ATV u.a.m.. Doch ich bin immer wieder bei der Kurzwelle "gelandet", wobei mich dort seit Jahren der QRP-Betrieb fasziniert, den ich wechselweise mit einem MFJ - 9020 in CW und mit einem FT - 817 in PSK 31 oder auch SSB realisiere, neuerdings auch vermehrt CW mit dem FT - 817, den ich etwas "aufgemopft" habe: und das macht mir besonderen Spaß als Portabelstation, so dass ich im Sommer häufig mit dem Fahrrad und einem kleinen Alukoffer, in dem sich inclusive "selbstgestrickten" Langdrähten und Dipolen die gesamte Ausrüstung befindet, unterwegs bin. Und "da draußen" findet man immer wieder interessierte Menschen, die  - wie ich damals - nichts vom Amateurfunk wissen. Dem kann man abhelfen und so Werbung für den Bestand des Amateurfunks machen. Und das kann jeder.... mit oft mehr Wirkung als durch Großveranstaltungen. Obwohl ich schon am Beginn meiner kirchlichen Tätigkeit als Presbyter den Amateurfunk "in unsere Kirche brachte"(s. "Presse") , kam eine weitaus größere Verbindung zwischen Amateurfunk und Kirche durch dc4kx (Dietmar) zustande: er brachte meine XYL und mich dazu, 2005 Mitglied im CONVENIAT zu werden. An den Schluss meiner "privaten" Ausführungen möchte ich eine Liste mit Namen lebender und verstorbener Funkamateure stellen, die einen kleinen Überblick darüber geben kann, wie dieses wunderbare Hobby die unterschiedlichsten Menschen auf den unterschiedlichsten Frequenzen oder Wellenlängen weltweit immer wieder fasziniert hat und fasziniert. Die Zukunft des Amateurfunks wird hoffentlich dadurch gewährleistet sein, dass sich das Hochfrequenzvirus weiterhin ungehindert ausbreiten kann. Ich werde mein Bestes tun - so wie bisher - viele Menschen zu infizieren, besonders Jugendliche, die heutzutage durch andere "Seuchen" - insbesondere Computer und Handy - dem Amateurfunkvirus eine gewisse Resistenz entgegenbringen. Eine Mutation der Viren durch Verbindung der Seuchen kann hier von Nutzen sein. Und ab und zu ist ein wenig "Reklame" sicher auch nicht ganz falsch.

Im Jahre 1978 begann die Geschichte des Amateurfunks an der Montessori-Hauptschule in Düsseldorf . Mit Volker (dd0eu) und Burkhard (dk5jg) - verstorben im Oktober 2010 - lernte ich durch die Funkerei auf der Frequenz 145.475 MHz Kollegen kennen, denen die Idee, Amateurfunk an Schulen zu betreiben, ebenso wichtig wie mir war. Wir wollten mit unserer Begeisterung junge Leute anstecken. Zu jener Zeit spielte Geld noch keine Rolle, und so wurde der "Amateurfunk an Schulen" seinerzeit als förderungswürdiges Projekt von Seiten des Ministeriums gewürdigt und auch finanziell gut unterstützt. An einigen Schulen konnten so in NRW erste Schulstationen ins Leben gerufen werden. Um den Schülern und Schülerinnen neben reiner Hörtätigkeit auch aktives Funken- also Sprechen- zu ermöglichen, betrieben wir an den Schulen auch CB-Stationen. Den Kindern fiel der Unterschied DAMALS zwischen CB - funk und Amateurfunk selbst schnell auf, da sich beide doch sehr durch die Betriebstechnik unterschieden. Die Begeisterung für den CB - funk nahm so schnell ab....von selbst. Bei dk0ki verlegte ich die Schwerpunkte seither auf reine Hör- und Bautätigkeit. Da ich das Glück hatte, in den Klassen 9 und 10 Gruppen mit ca. 12 Kindern im Bereich "Amateurfunk/Elektronik" - so schrieb ich es ins Zeugnis - mit jeweils 2 Wochenstunden zu betreuen, war eine Regelmäßigkeit in jeder Hinsicht gewährleistet. Am prinzipiellen Zugang zur Materie änderte sich in all den Jahren wenig: so fingen wir mit "Heftzweckenschaltungen"an, arbeiteten mit Lochrasterplatinen, normalen Pertinaxplatinen und auch Fotoplatinen. Und da kam im Laufe der Jahre so einiges an Bauprojekten zusammen: Morsesummer, VHF und UHF Antennen, Wabenantennen, Detektoren, Mittelwellenempfänger, Kurzwellenempfänger, Amateurfunkempfänger für SSB und Amateurfunkempfänger für CW, NF-Verstärker, "fliegende" Testaufbauten und vieles mehr. In den letzten Jahren wurde auch das "Basteln" an PC's  ein Teil unserer Tätigkeit . Dank der Spendenfreudigkeit der Industrie zur damaligen Zeit(also in den Anfängen der Station) hatten wir an Bauteilen immer große Reserven....nur neuere Bauteile fehlten natürlich. Im Jahre 2007 war der Stand der Station so, dass wir nach wie vor mit den alten Geräten aus den Anfangsjahren Betrieb machten: Kurzwelle  mit einem FT-7 mit 10 Watt (PSK 31, RTTY und SSTV) und einem FT 902DM (SSB) an einer T2FD und einer GP3,  2 m mit einem "Quarzgrab", dem Standard 8600 gemacht,  70 cm FM mit einem umgebautes C5 Telefon (Geschenk von dj3kf) , einem IC 45 E (Geschenk von dc3jd) und einer Handfunke von AOR , 70 cm Packet  mit 9k6 mit einem T7f.....etwas mehr Power und etwas neuere Gerätschaften wären da nicht schlecht gewesen, aber es fehlte in den letzten Jahren das Geld. Durch den Erwerb des Ausbildungscalls dn2eb - erstmals im Januar 1999 - kam dann ein neuer Anreiz für die Kinder dazu, sich an dem Wahlpflichtbereich "Amateurfunk/Elektronik" zu beteiligen. Mit Standardtexten ließen sich "Mikrophonschwellenängste" beheben( Muster-QSO in deutsch und Muster-QSO  in englisch). Unsere PC- ausstattung (allesamt Pentiums der Firma DELL mit nun 350-500 MHz) bestand seit 2004 aus gespendeten Geräten: diese stammten in der Funkstation  alle ausschließlich von der Verlagsgruppe HANDELSBLATT und aus eigenen Beständen. Klaus, dj3kf,der das Rufzeichen meines verstorbenen Schwiegervaters "Hage" nach dessen Tod erhielt, hatte mir über Jahre zu vielen Geräten verholfen. Bis 2006 versorgte er die Schule über seine Firma immer wieder mit PC's und vor allem großformatigen Bildschirmen.  Zusätzlich unterstützten uns auch andere OM's, die durch den morgendlichen Funkverkehr auf dem Düsseldorfer 70 cm Relais DB0SJ  auf unsere "Sorgen"  aufmerksam wurden und sich dann hilfsbereit mit uns in Verbindung setzten. Erwähnen möchte ich hier stellvertretend df4ji (Peter) - leider im Dezember 2003 verstorben, dd3ji ( Frank), dc3jd (Helmut), dh0eau (Helmut) - verstorben im Oktober 2004, dd5kd (Dirk), dl9jt (Till), db9jdb (Dirk), do6ed (Dieter), do2ef (Peter) und andere mehr. Ihre Hilfe bestand  in "praktischem Beistand", z.B. bei Schulveranstaltungen und in der großzügigen Spende von Bauteilen und Gerätschaften. Ohne diese Hilfen wäre die Arbeit in der Schule ärmer gewesen - das war eben HAM-SPIRIT der alten Art. Seit 2002 benutzte ich  den Funkraum und den Musikraum, die nebeneinander liegen, mit dieser PC - ausstattung (15 Rechner) auch für Projektarbeiten innerhalb der Klassenverbände: es wäre ja auch schade gewesen, wenn die voll internetfähigen und schulintern serververnetzten PC's - mit schuleigenem Intranet - nur 4 Stunden pro Woche benutzt worden wären. Überwacht wurden die Räume dabei wiederum per Funk: videomäßig auf 2,4 GHz und audiomäßig auf 433,500 MHz unter dem Call DN2EB.  Ich führte die Schulstation dk0ki, die ohne Frage eine der ältesten Schulstationen in der BRD gewesen sein dürfte, noch bis zu meinem Ausscheiden aus dem aktiven Schuldienst im Jahre 2007 : hier ein paar Bilder, zusammengestellt von einer lieben Kollegin für das Schularchiv. Leider fand sich kein direkter Nachfolger, der die Arbeit weiterführen wollte. So wurde die Schulstation  zum 01.08.2007  bei der Bundesnetzagentur abgemeldet, um das Rufzeichen wieder frei zu geben. Dieser "Verzicht auf die Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst" - so heißt das im Amtsdeutsch - wurde von der Bundesnetzagentur für den 31.07.2007 bestätigt.

 

                                  55/73 de df2jb ( RIA 692 )       es rpt de dk0ki ( RIA 765 )

 

                                Klasse Drei Download
                 
                                        http://www.youtube.com/watch?v=sXTA6zry9L8    
                                             http://www.amateurfunkpruefung.de
                                       http://www.qsl.net/dl3bak/qrb/de/plain.htm
                                      http://www.ibm.franken.de/geocaching.html 
                                                            http://www.db0anf.de/app/bbs/messages/from-DF2JB
                                                                       Fernsehbeitrag: Wellen gehen um die Welt